Mit meiner Kandidatur zum Europäischen Parlament möchte ich mein jahrelanges Bemühen für mehr Transparenz, Gerechtigkeit und Demokratie auch in den Institutionen der Europäischen Union weiter vorantreiben.
Dass leider auch auf EU-Ebene längst nicht alles transparent und damit nachvollziehbar abläuft, ist Fakt.

So hat sich z.B. die Europäische Agentur für Lebensmittelsicherheit (EFSA) konsequent geweigert, selbst Mitgliedern des Europäischen Parlaments auf Anfrage jene Studien offenzulegen, auf welchen die Risiko-Beurteilungen der EFSA beruhen.

So musste das Europäische Gericht in einem kürzlich erlassenen Urteil die EFSA zur Offenlegung von Risikostudien betreffend den Glyphosat-Einsatz zwingen!

Die ESFA hat nämlich im Gegensatz zur Weltgesundheitsorganisation ein durch den Glyphosat-Einsatz bedingtes Krebsrisiko ausgeschlossen.

Auf diese Transparenzverweigerung der EFSA hat erst vergangene Woche das EU-Parlament reagiert.

In Zukunft dürfte es nun einfacher sein, Beurteilungen der EFSA betreffend die Nahrungsmittelsicherheit kritisch nachzuvollziehen.

Eigentlich erstaunlich, dass dies bis jetzt nicht möglich war.

Es hat unglaublich lange gedauert, bis sich das öffentliche Interesse am Schutz der Gesundheit gegen die Geschäftsinteressen der großen Nahrungsmittel-, Agrar- und Pharmakonzerne in puncto Transparenz durchsetzen konnte.

Da die Studien zur Risikobewertung z.B. zum Glyphosat-Einsatz der EFSA von den jeweiligen Großkonzernen selbst vorgelegt werden, ist es umso mehr im Interesse von uns allen, dass darin endlich Einsicht genommen werden kann.

Es ist genau diese EU, die ich mir für uns und unsere Kinder wünsche.

Wir brauchen ein Mehr-Europa der Bürgerinnen und Bürger und weniger jener EU, die sich allzu leicht vor den Karren einseitiger und kurzsichtiger Wirtschaftsinteressen spannen lässt.

Dennoch, es bleibt der schale Beigeschmack, dass erst der Europäische Gerichtshof einschreiten musste, bevor das Europäische Parlament aktiv wurde.

Zur weiteren Vertiefung, siehe Link.