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Mit einer Pandemie nicht zu erklärende Sterbepeaks in Bergamo und zahlreichen anderen Orten der EU
In seiner Anhörung durch den Corona-Untersuchungsausschuss des Südtiroler Landtages hat der Datenanalyst Tom Lausen anhand offizieller statistischer Daten (Eurostat) aufgezeigt, dass die außergewöhnlichen Sterbepeaks in Bergamo und in einigen anderen Orten der Europäischen Union mit den natürlichen Auswirkungen einer Pandemie nicht erklärbar sind.
https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/demo_r_mwk3_t__custom_13683824/default/line?lang=en
Die Sterbedaten aus Bergamo und zahlreichen europäischen Regionen im Frühjahr 2020 zeigen ein Muster, das in dieser Form weder epidemiologisch plausibel noch bislang ausreichend erklärt ist.
Über Jahre hinweg lag die wöchentliche Sterblichkeit in Bergamo stabil bei etwa 190 Todesfällen. Im März 2020 kommt es dann zu einem extremen, singulären Ausschlag, bei dem die Sterbefälle innerhalb weniger Tage auf ein Vielfaches ansteigen – und unmittelbar danach wieder auf das ursprüngliche Niveau zurückfallen. Ein solcher Verlauf ist für ein Infektionsgeschehen höchst ungewöhnlich. Klassische Epidemien zeigen Wellen, keine senkrechten Ausschläge mit sofortiger Normalisierung.
Die zentrale Frage ist daher: Was für ein Ereignis erzeugt einen derart kurzen und gleichzeitig massiven Peak, ohne jede nachhaltige Fortsetzung?
Um auszuschließen, dass es sich um statistische Fehler handelt, hat der Datenanalyst Tom Lausen gemeinsam mit einem Forscherteam vor Ort in Bergamo recherchiert. Auf 27 Friedhöfen wurden tausende Gräber gezählt und dokumentiert. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Sterbezahlen stimmen. Es handelt sich nicht um ein Artefakt der Statistik. Der Peak ist real. Damit verschiebt sich die Fragestellung grundlegend – weg von der Frage nach der Datenqualität hin zur Frage nach den tatsächlichen Ursachen dieses Ereignisses.
Besonders brisant ist, dass Bergamo kein Einzelfall ist. In Madrid, Paris, dem Elsass und in Kastilien und León zeigen sich nahezu zeitgleich in Kalenderwoche 12 des Jahres 2020 ähnliche Muster: kurze, extreme Sterbepeaks, die sich nicht in länger anhaltende Wellen fortsetzen.
Diese Synchronität über mehrere Länder hinweg ist erklärungsbedürftig. Unterschiedliche Gesundheitssysteme, unterschiedliche Bevölkerungsstrukturen und unterschiedliche politische Maßnahmen führen normalerweise nicht zu identischen, punktuellen Ausschlägen – wohl aber zu differenzierten Verläufen. Genau diese Differenzierung fehlt hier.
Nach dem Peak kehren die Sterbezahlen in allen betrachteten Regionen rasch auf ein Niveau zurück, das dem langjährigen Durchschnitt entspricht. In Bergamo sind es wieder rund 190 Todesfälle pro Woche.
Wenn ein Virus allein die Ursache gewesen wäre, stellt sich die Frage, warum es nach einem derart explosiven Ausbruch praktisch verschwindet, ohne eine verlängerte Phase erhöhter Sterblichkeit zu hinterlassen. Ein solches Verhalten ist mit bekannten epidemiologischen Modellen nur schwer vereinbar.
Damit rücken andere Einflussfaktoren in den Fokus, die bislang nicht ausreichend untersucht wurden. Dazu gehören medizinische Behandlungsstrategien in der Frühphase, mögliche Fehlbehandlungen, Versorgungsengpässe, Unterbrechungen der regulären medizinischen Betreuung sowie der Umgang mit besonders vulnerablen Gruppen, insbesondere in Pflegeeinrichtungen.
Ebenso stellt sich die Frage, ob politische Entscheidungen und organisatorische Maßnahmen selbst zur Dynamik beigetragen haben könnten.
Diese Aspekte sind keine Randfragen, sondern zentral für das Verständnis der beobachteten Ereignisse.
Die vorliegenden Daten erzwingen eine Neubewertung. Es geht nicht mehr darum, ob es einen außergewöhnlichen Sterbepeak gegeben hat – dieser ist unstrittig und empirisch belegt. Es geht darum, warum er genau diese Form angenommen hat: extrem steil, extrem kurz und ohne nachhaltigen Nachlauf. Die bisher dominierende Erklärung, ein neuartiges Virus habe dieses Muster allein verursacht, greift zu kurz und lässt wesentliche Fragen offen.
Wer diese Fragen nicht stellt, verzichtet auf Aufklärung. Wer sie stellt, kommt nicht umhin, auch unbequeme Hypothesen zu prüfen. Genau das ist die Aufgabe einer wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aufarbeitung.
Die zugrunde liegenden Daten stammen aus der offiziellen Datenbank von Eurostat und sind öffentlich zugänglich.





Da die Darstellung das erste Halbjahr 2020 umfasst, wird deutlich, dass diese extremen Übersterblichkeitscluster auf einen sehr kurzen Zeitraum innerhalb weniger Wochen zurückgehen und nicht das Ergebnis eines dauerhaft erhöhten Sterbegeschehens über Monate hinweg sind.
Da insbesondere das außergewöhnliche Sterbegeschehen in Bergamo (das erst mit der Verhängung des lockdowns eingetreten ist, wie ebenso von Tom Lausen anhand der offiziellen statistischen Daten im Südtiroler Corona-Untersuchungsausschuss aufgezeigt wurde – siehe PM von gestern) als Schreckensszenario für das europaweite Ausrollen von auch tödlichen und jedenfalls für die Menschen, die Gesellschaft und die Wirtschaft nachhaltig schädlichen Corona-Maßnahmen instrumentalisiert wurde, und die statistischen Daten sowie deren Entwicklung die vom Datenanalysten Tom Lausen aufgeworfenen Fragen aufdrängen, liegt es an jedem Corona-Untersuchungsausschuss europaweit, diesen Fragen nachzugehen.
Denn wenn wir die Ursachen dieser außergewöhnlichen punktuellen Sterbegeschehen nicht kennen, ist es unmöglich in Zukunft vernünftig und angemessen im Interesse der Bürger zu handeln.
RA/Avv. DDr. Renate Holzeisen
Abgeordnete zum Südtiroler Landtag – Membro del Consiglio della Provincia Autonoma di Bolzano
Fraktion VITA – Gruppo Consiliare VITA
Liebe Renate,
Tom fragt aber auch, wie es sein kann, dass nach diesem ungewöhnlich hohen Sterbegeschehen, keine Untersterblichkeit verzeichnet werden konnte? Denn die Alten können nur einmal sterben.
Wenn 6000 alte Menschen auf einmal gestorben sind, müsste das Sterbegeschehen anschließend solange abnehmen, bis wieder alte Menschen ins Sterbealter kommen.
Solange dürften nur noch jüngere Menschen sterben, deren Ableben auf Krankheiten, Unfälle, Drogenkonsum etc. zurückgeführt werden können.
Lieben Gruß und danke für dein unermüdliches Engagement.
Andreas Stieper