
Kritik an Impfgegner im Jahresabschluss der Südtiroler Landesenergiegesellschaft ALPERIA AG
Zeitdokument einer gefährlichen und irrsinnigen Gesellschaftsdynamik
Was haben Aussagen über „Impfgegner“ in einem Jahresabschluss der Südtiroler Landesenergiegesellschaft ALPERIA AG zu suchen?
Natürlich nichts … möchte man meinen.
Doch die Realität einer durch Irrsinn und eine gefährliche Gruppendynamik gekennzeichnete Zeit sieht anders aus.
Heute habe ich im Corona-Untersuchungsausschuss des Südtiroler Landtages den damaligen Wirtschaftslandesrat Philipp Achammer gefragt, ob er es als akzeptabel empfindet, dass im Einzel-Jahresabschluss (Seite 24 siehe anbei) sowie im konsolidierten Jahresabschluss zum 31.12.2021 (Seite 128 siehe anbei) der im öffentlichen Eigentum (Hauptgesellschafter Autonome Provinz Bozen) stehenden Landesenergiegesellschaft Alperia AG folgender Satz steht:
„Leider verbleibt ein gewisser Anteil der Bevölkerung, der sich keiner Impfung zu unterziehen gedenkt (die sog. Impfgegner).“
Achammer zeigte sich verwundert, da er den Inhalt, nach eigenen Aussagen, nicht kannte und damals nicht direkt für die Alperia AG zuständig gewesen sei, und stimmte mir ausdrücklich zu, dass eine solche Bewertung nichts in einem Jahresabschluss der Alperia AG zu suchen hat.
Da Hauptgesellschafterin der Landesenergiegesellschaft ALPERIA AG die Autonome Provinz Bozen ist, stellt sich die Frage, wer im Rahmen des Verwaltungsrats und der Gesellschafterversammlung als Vertreter der Autonomen Provinz Bozen einer solchen, die Südtiroler Bürger (Steuerzahler und Stromkunden!) – die sich zu Recht nicht der experimentellen gentechnischen Injektion unterziehen haben lassen – negativ bewertenden Aussage zugestimmt hat.
Die oben genannte Aussage ist nicht nur ethisch verwerflich, sondern darüber hinaus unlogisch, weil auf Seite 8 des Lageberichts zum Jahresabschluss, die Feststellung zu finden ist, dass durch die sog. Covid-Impfung den Corona-Wellen kein Einhalt geboten wurde.
Ich habe in den Jahren 2020, 2021 und 2022 als Wirtschaftsanwältin mit Entsetzen feststellen müssen, dass die meisten Unternehmen wieder einmal in einen autoritären Korporativismus verfallen waren, anstatt sich u.a. als Arbeitgeber schützend vor die eigenen Arbeitnehmer zu stellen und im eigenen Interesse eine transparente wissenschaftliche und politisch freie Diskussion sowie korrekte Information einzufordern.
Dieser Jahresabschluss der Alperia AG, den ich als Zeitdokument einer irrsinnigen und gefährlichen Gesellschaftsdynamik betrachte, macht deutlich, wie groß auch in Südtirol der von der „Wirtschaft“ ausgeübte Druck auf jene Bürger, Steuerzahler, Mitarbeiter und Kunden war, die den Autoritarismus und die von diesem vorangetriebene Agenda erkannt haben, und sich und ihre Familie vor Schaden bewahren wollten, für den jetzt freilich niemand einstehen will, der sich über die „Impfgegner“ öffentlichkeitswirksam beklagt hat.
Denn ich habe noch keinen Jahresabschluss einer Alperia AG oder anderer Unternehmen, die sich in der Impfpropaganda hervorgetan haben, gesehen, wo der Verwaltungsrat und die Gesellschafter das Leid der Covid-19-„Impfgeschädigten“ und deren Familien beklagen und konkrete Hilfsmaßnahmen beschließen oder über deren Umsetzung berichten.
Das wäre doch mal eine Anregung für die konkrete Umsetzung der sog. Ethik-Kodexe insbesondere der großen im öffentlichen Eigentum (sprich auch im Eigentum von den „Impfgegnern“) stehenden Unternehmen!
Zur Ehrenrettung der Wirtschaftstreibenden möchte ich noch anmerken, dass ich in diesen schlimmen durch einen Menschen verachtenden Autoritarismus gekennzeichneten Jahren von gar einigen auch großen Südtiroler Unternehmer bzw. deren Geschäftsführer kontaktiert wurde, die nach Wegen suchten, um ihre Mitarbeiter vor einem kollektiv praktizierten und sehr gefährlichen Irrsinn zu schützen. Es gab auch diese Wirtschaftskapitäne, die freilich, aufgrund des unglaublich schlimmen Gleichschritts der damals herrschte, meist nicht öffentlich ihre Position bekannt machten.
Alperia Jahresabschluss und konsolidierter Jahresabschluss 2021 (002)
RA/Avv. DDr. Renate Holzeisen
Abgeordnete zum Südtiroler Landtag
Fraktion VITA
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