Das Gesundheitsministertreffen in Rom vom 25. Februar 2020 – das Schlüsselereignis für die in Italien und den meisten europäischen Ländern in der Folge ausgerollten schädlichen Corona-Maßnahmen. Wer hat die Gesundheitsminister „geleitet“?

Das Gesundheitsministertreffen in Rom vom 25. Februar 2020 – das Schlüsselereignis für die in Italien und den meisten europäischen Ländern in der Folge ausgerollten schädlichen Corona-Maßnahmen

Wer hat die Gesundheitsminister „geleitet“?

Das Treffen der europäischen Gesundheitsminister in Rom Ende Februar 2020 erscheint bei genauer Betrachtung nicht nur als Wendepunkt, sondern als ein politisch hochgradig widersprüchlich dargestelltes Schlüsselereignis.

Bereits bei der Frage, wer dieses Treffen überhaupt initiiert hat, brechen die Darstellungen auseinander: Roberto Speranza beschreibt in seinem eigenen Buch, dass dieses Treffen aus seiner Perspektive heraus entstanden sei, als Reaktion auf die sich zuspitzende Lage in Norditalien, und stellt sich damit selbst als handelnden Akteur dar, der andere europäische Staaten informiert und einbindet.

Demgegenüber steht jedoch die Darstellung von Alain Berset, der klar festhält, dass das Treffen auf Initiative von Jens Spahn zustande kam, der darauf gedrängt habe, die Situation auf Ministerebene zu diskutieren, insbesondere im Hinblick auf Grenzmaßnahmen und politische Reaktionen.

Das ist kein Detail, sondern ein fundamentaler Widerspruch, denn je nachdem, welche Version zutrifft, ergibt sich ein völlig anderes Bild: entweder befand sich Italien in einer objektiv eskalierenden Lage und lud Europa zur Abstimmung ein, oder Deutschland – obwohl selbst kaum betroffen – trieb aktiv eine politische Eskalation auf europäischer Ebene voran. Beide Versionen gleichzeitig können nicht stimmen.

Noch gravierender wird dieser Widerspruch, wenn man die tatsächliche Datenlage zum Zeitpunkt dieses Treffens betrachtet:

Laut der Risikoanalyse des ECDC vom 23. Februar 2020 war das Risiko für die Bevölkerung in Europa lediglich „niedrig bis moderat“, die Fallzahlen waren begrenzt, und eine Überlastung der Gesundheitssysteme wurde ausdrücklich nicht gesehen.

Mit anderen Worten: Die offizielle europäische Fachbehörde sah keine akute Katastrophe.

Und dennoch berichten Teilnehmer dieses Treffens, dass sie dort „physisch gespürt“ hätten, die Situation sei außer Kontrolle geraten.

Hier klafft eine massive Lücke zwischen Wahrnehmung und Realität – und diese Lücke wurde nicht zufällig gefüllt.

Denn unmittelbar im Anschluss an dieses Treffen setzte europaweit eine zweite Welle der Einflussnahme ein: mathematische Modellierungen, die in nahezu allen Ländern mit drastischen Worst-Case-Szenarien arbeiteten und politischen Entscheidern als Handlungsgrundlage präsentiert wurden.

Die Botschaft war überall gleich strukturiert und von bemerkenswerter Übereinstimmung: Wenn jetzt nicht sofort geschlossen werde, drohten innerhalb kürzester Zeit katastrophale Todeszahlen.

In Schweden wurden bis zu 85.000 Tote prognostiziert, im Vereinigten Königreich bis zu 500.000, in Deutschland etwa 400.000 und in der Schweiz rund 100.000.

Diese Zahlen wurden nicht als theoretische Extremannahmen kommuniziert, sondern als realistische Erwartungsszenarien in den politischen Entscheidungsprozess eingespeist.

Damit entstand ein massiver Druck auf die Gesundheitsminister in ganz Europa.

Ob man dies als „Beratung“ oder als faktische Ermächtigung durch Modellierer beschreibt, ist im Ergebnis zweitrangig – entscheidend ist, dass sich die politische Entscheidungsfindung in kürzester Zeit von realen Daten entkoppelte und stattdessen an hypothetischen, modellierten Katastrophenszenarien ausgerichtet wurde.

Institutionen wie die Fondazione Bruno Kessler (Trient) lieferten genau diese Art von Modellen, die nicht primär der Beschreibung der Realität dienten, sondern der Begründung und Steuerung politischer Maßnahmen.

Parallel dazu begann in Italien eine staatlich unterstützte Anwendung nicht ausreichend geprüfter Medikamente, darunter antivirale Kombinationen wie Lopinavir/Ritonavir, die trotz fehlender Evidenz breit eingesetzt wurden – faktisch ein groß angelegter medizinischer Feldversuch unter realen Bedingungen.

In der Gesamtschau verdichtet sich das Bild zu einer strukturellen Eskalation: Ein politisch initiiertes oder zumindest politisch instrumentalisiertes Treffen, dessen Urheberschaft selbst widersprüchlich dargestellt wird, trifft auf eine objektiv moderate Risikobewertung, wird unmittelbar gefolgt von europaweit synchron verbreiteten Modellierungen mit extremen Todesprognosen und begleitet von experimentellen medizinischen Interventionen.

Aus dieser Kombination entsteht innerhalb weniger Tage eine Dynamik, die ganz Europa erfasst und den Weg für Lockdowns, Schulschließungen und tiefgreifende Eingriffe in das gesellschaftliche Leben ebnet.

Der entscheidende Punkt ist: Die Eskalation wurde nicht durch eindeutig belegte Daten ausgelöst, sondern durch ein Zusammenspiel aus politischer Initiative, subjektiven Eindrücken und modellierten Worst-Case-Szenarien, die als Entscheidungsgrundlage gesetzt wurden.

Dass bis heute nicht einmal eindeutig geklärt ist, wer dieses zentrale Treffen tatsächlich initiiert hat, unterstreicht, wie wenig transparent die Grundlage jener Entscheidungen war, die anschließend Millionen von Menschen betrafen.

Die Erkenntnisse und Daten von Tom Lausen, selbst Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages (https://www.bundestag.de/ausschuesse/weitere_gremien/ee01/1107006-1107006) müssen in jeden europäischen Corona-Untersuchungsausschuss, allen voran in die Corona-Untersuchungskommission des italienischen Parlaments, denn in Italien hat das missbrauchte Schreckensszenario seinen Ursprung gehabt.

 

RA/Avv. DDr. Renate Holzeisen

Abgeordnete zum Südtiroler Landtag – Membro del Consiglio della Provincia Autonoma di Bolzano

Fraktion VITA – Gruppo Consiliare VITA

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